Streuobstwiesen - für Mensch und Tier
Obstbäume gehören seit Jahrhunderten zum typischen Bild unserer Dörfer. Hochstämmige Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Zwetschgenbäume umgaben in früheren Zeiten die Ortschaften und prägten als aufgelockerte Obstwiesen, als Obstbaum-Alleen oder Einzelbäume die Landschaft. Sie geben unseren Dörfern ein Gesicht, machen sie zu einem attraktiven, liebenswerten und individuellen Wohnort. Sie haben Erholungswert für Einwohner und Touristen und sind eine Oase für die Seele.
Was wäre unsere Heimat ohne Obstbäume.
Streuobstwiesen sind wertvoll, weil sie Lebensraum für eine Fülle von Tier- und Pflanzenarten bieten, von denen einige sogar vom Aussterben bedroht sind:
- höhlenbrütende Vögel: Steinkauz, Grünspecht, Gartenrotschwanz
- Nahrungsgäste: Greifvögel, Schwalben, Meisen ...
- Säugetiere: Fledermäuse, Siebenschläfer, Haselmaus, Wiesel ...
- Insekten: Schmetterlinge, Hummeln, Bienen, Käfer, Holzwespen ..
- Wildblumen: Margerite, Hahnenfuß, Salbei, Schlüsselblume ...
Moderne Zeiten
Schon einige Jahre geht es vielen Streuobstwiesen am Rande der Dörfer an den Kragen. Wohnhäuser, Gewerbegebiete, Straßen.
Bald ist nichts mehr übrig und unsere Dörfer werden aussehen wie irgendein Vorort von München, Frankfurt oder Leipzig. Verbaut, der Landschaft entfremdet, steril. An Plätzen oder Straßen kümmern nachgepflanzte Straßenbäume vor sich hin.
Schutz durch Nutzung
Zur Erhaltung der verbliebenen Streuobstwiesen ist es wichtig, dass ständig Nachpflanzungen erfolgen. Dabei sollten Sie alte, hochstämmige Sorten bevorzugen. Diese sind meist weniger krankheitsanfällig und schmecken herzhafter als die lieblich getrimmten Verwandten von "Golden Delicious".
Den Einsatz von Mineraldüngern und Pestiziden sollten Sie sich und der Natur ersparen! Auch wer keine Fläche besitzt um Obstbäume zu pflanzen kann etwas tun. Wenn Sie Obst und Saft kaufen, die nachweislich aus Streuobstbeständen stammen, schaffen Sie damit die wirtschaftliche Grundlage für die Erhaltung der verbliebenen Streuobstwiesen. Achten Sie beim Kauf auch auf die regionale Herkunft..
Quelle: Flyer BUND
Alte Streuobstwiesen
Gärten, die keine Nachnutzer gefunden haben, müssen laut Pachtvertrag bis auf den Baumbestand zurückgebaut werden.
Der alte Bestand ist über 50 Jahre alt und viele Bäume sind am Ende.
Neue Streuobstwiesen
Wir wollen verhindern, dass mit dem Verschwinden der alten Bäume, die freien Flächen gänzlich veröden. Neue Obstbäume sollen zum Erhalt der Streuobstwiese innerhalb der Gartenanlage beitragen.
Um dies finanziell auch bewältigen zu können, sind wir bis zu einem gewissen Zeitpunkt auch auf Spenden angewiesen.
Finanzielle Hilfe für unsere Vorhaben erhielten wir bisher von:
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| Ein Herz für Bildung und auch eins für die Natur. WBS sammelt Bewertungen und pflanzt unter dem Motto "PRIMA KLIMA" für jede Bewertung einen Baum im Erzgebirge. |
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Mitten im Herzen des Spreewalddorfes Raddusch, direkt am Naturhafen in wunderschöner Naturkulisse gelegen, familiengeführtes Spreewald Hotel und Restaurant. |
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Unsere Aktionen
Im Spätherbst 2017 pflanzten wir 15 Obstbäume, im Früjahr 2018 und 2019 folgten weitere Obstbäume, Nisthilfen für Vögel, Wildbienen und andere Insekten. Wir werden die Wiesen gestalten und Plätze schaffen, an denen man entspannen kann.
Für die Anlage der Streuobstwiese haben wir in Summe ca. 2000m² zur Verfügung.
Übersicht Neuanpflanzung seit dem 25.11.2017
Lageplan (Bild GoogleMaps 2019)
| K1 |
"Große Schwarze Knorpelkirsche" |
B1 |
"Conference" |
A1 |
"Goldparmäne" Hochstamm *** |
| P1 |
"Bühler Frühzwetsche" |
P2 |
"Anna Späth" |
A2 |
"Goldparmäne" Halbstamm |
| A3 |
"Schöner von Boskoop" |
B2 |
"Alexander Lucas" |
A4 |
"Cox Orange Renette" |
| P3 |
"Hauspflaume" *** |
B3 |
"Gellerts Butterbirne" *** |
P4 |
"Königin Viktoria" *** |
| A5 |
"Gravensteiner" *** |
A6 |
"Rheinischer Bohnapfel" |
B4 |
"Clapps Liebling"*** |
| A8 |
"Jonagold" |
A7 |
"Cox Orange Renette" |
P5 |
"Hauspflaume" |
| A9 |
"Finkenwerder Herbstprinz" |
A10 |
"Schöner von Nordhausen" |
P6 |
"Schönberger Zwetsche" |
| K2 |
"Schattenmorelle" |
K3 |
"Korund" |
A11 |
"Gubener Warraschke" |
| A12 |
"Alkmene" |
K4 |
"Schattenmorelle" |
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Überblick Entwicklung und Datenblätter
Pflanzaktion 30.11.17 bis Fertigstellung 20.04.2018
725 Jahre Raddusch - wir pflanzen 725 Bäume
Unter dem Motto „Äppel & Birnen for Future“ wollen wir Radduscher einen konkreten Jubiläumsbeitrag zur Verbesserung der Umweltbedingungen leisten und 725 Bäume im 725. Jahr pflanzen. „Äppel & Birnen“ steht dabei für Vielfalt, für Obst- wie für Laubgehölze. Am 17.08. wurde dafür der Startschuss gegeben.
Die Gartensparte wird sich in diese Aktion einbringen und pflanzte dafür am 14.09.2019 den ersten Baum auf eine Streuobstwiese.
Bis zum Jahreswechsel waren es:
Eine Eiche, 5 Apfelbäume, 5 Pflaumenbäume und ein Kirschbaum. Wir beteiligten wir uns auch an der großen Pflanzaktion im Dorf am 23.11.2019.
Bilder "Äppel & Birnen for Future"
Kompostanlage
Wir haben im Frühjahr 2018 beschlossen, in einem nicht mehr bewirtschafteten Parzelle eine gemeinschaftliche Kompostanlage zu errichten. Diese soll noch in diesem Jahr fertig gestellt und zur gemeinsamen Nutzung übergeben werden. Wir benötigen für die gemeinschaftlich bewirtschafteten Streuobstwiesen und die jungen Bäume sehr viel Humus.
In unseren Gärten fallen an:
Rasenschnitt
Laub und Strauchschnitt
Abfälle aus Beetpflege
Altholz
leider auch Tannennadeln und -zapfen
Kompost - das schwarze Gold
Die Komposterde ist ein wichtiger Faktor zur Bodenverbesserung im Kleingarten. Sie wird auf die fertig bearbeiteten Beete aufgebracht und eingeharkt. Dadurch haben unsere jungen Gemüsepflanzen und das Saatgut nach dem Keimen sofort die notwendigen Nährstoffe.
Was darf auf den Kompost:
Rohe Gemüse- und Obst-Reste - aber keine Zitrusfrucht-Überreste gespritzt mit Pestiziden
Verwelkte Blumen oder Kräuter – Längere Stile und dickere Pflanzenteile klein schneiden, das beschleunigt die Kompostierung
Rasenschnitt - sollte schon leicht angetrocknet sein, da sonst Fäulnisgefahr besteht!
Tee- und Kaffeesatz - Regenwürmer lieben Kaffeesatz
Gesunder Laub und Strauchschnitt Tipp: Auch Strauchschnitt wird schneller zu Humus, wenn er vorher klein geschnitten wird
Mist von Haustieren in geringen Mengen aber KEINE Zusätze wie z.B. Katzenstreu – chemische Bestandteile ausschließen
Reste der Grillkohle und Sägemehl aber erst abkühlen
Was darf nicht auf den Kompost
Gekochtes Essen oder zubereitetes Essen – Diese Essensreste locken Ungeziefer an
Asche-Reste – die Asche kann schadstoffbelastet sein
Zitrusfrucht-Überreste - häufig stark gespritzt, Pestizide gelangen in den Humus
Schnittblumen wenn sie im Supermarkt gekauft wurden - sie enthalten oft Pestizide
Schwer verrottbares Laub wie zum Beispiel das Laub von Walnuss- und Kastanienbäumen, Eichen oder Plantanen und Kirschlorbeer
Papier und Pappe - kleine Mengen nicht bedrucktes Papier sind nicht schädlich
Achtung beim Kompostieren
Die Schichten aus organischem Material müssen mit einem Spaten festgeklopft werden. Wer viel Grasschnitt hat, sollte ihn mit anderen Materialien vermischen, weil Gras allein sehr schlecht verrottet.
Der Kompost sollte nicht zu trocken werden. Ist er im Sommer nicht mehr feucht genug, muss er gelegentlich gegossen werden. Mit einem Stab werden Löcher in den Kompost gestoßen und dann das Wasser hinein gegeben.
Nährstoffreiche Erde selbst herstellen
Erde ist ein kostbares Gut und Grundlage für eine erfolgreiche Gartenarbeit. Das Angebot an Gartenerde im Handel ist groß. Nur leider sind die Bezeichnungen wie Blumeerde, Gemüserde usw.meist auch irreführend. Wenn hier nicht gerade auf Qualitätsmarken wie beispielsweise COMPO (Hersteller von biologisch-chemischen Produkten für Haus und Garten) gesetzt wird, der genau angibt, welche Erde für welche Pflanzen geeignet ist, und auch erklärt, wie diese am besten angewendet und gelagert wird, könnten die Pflanzen schnell mit der falschen Erde versorgt werden. Wenn überhaupt, dann sollte schon die richtige Erde für die entprechenden Pflanzen gekauft werden.
Besser aber nährstoffreiche Erde, die für alle Pflanzen geeignet ist, selbst herstellen.
Vorteile selbsthergestellter Erde
Der Vorteil von selbsthergestellter, nährstoffreicher Erde ist, dass die Pflanzen später durch diese “gesunde” Erde hervorragend versorgt werden und weitaus weniger anfällig gegenüber Krankheiten und einem Schädlingsbefall sind. Grund hierfür ist, dass es sich bei der selbsthergestellten Erde und nicht um ein industrielles Massenprodukt handelt, sondern um eine kontrolliert miteinander vermischte Masse.
Eigene Nährstoff-Erde zu verwenden hat den Vorteil, dass in der Regel auch weitaus weniger Düngemittel (auch natürliche Düngemittel) ausgebracht werden muss. Teilweise kann Sie sogar komplett auf eine Düngung verzichtet werden. Zudem sorgt die der Gartenerde beigemischte Holzkohle für eine besondere Lockerheit und gewährleistet darüber hinaus eine effektive Wasserspeicherung. Dies bedeutet, dass bei Regen das Erdreich mehr Wasser aufnimmt, was die Pflanzen bei Trockenheit wiederum dosiert abbauen.
Anleitung zur Herstellung nährstoffreicher Erde
Schritt 1 - Behälter bereitstellen
Für die Herstellung von nährstoffreicher Erde kann selbstverständlich der bereits verrotteten Kompost, mit zerkleinerten Küchenabfällen und Pflanzenresten verwendet werden. Dafür ist es jedoch wichtig, dass nur Pflanzenreste im Kompost enthalten sind, die frei von Krankheiten und einem Schädlingsbefall sind.
Des weiteren wird ein großer Behälter für die Herstellung der Grundmischung benötigt, der sich luftdicht verschließen lässt.
Schritt 2 – Kompost, Holzkohle und Mikroorganismen vermischen
Befüllen des Behälters zu 2/3 mit Komposterde, dabei Schicht für Schicht immer stets etwas Steinmehl (Mineralstoff) über die Masse streuen. Weiterhin sollte der Mischung einen 10-prozentigen Anteil an schadstofffreier Holzkohle beigemischt werden. Selbstverständlich kann hierbei auch Holzkohle aus dem eigenen Kamin verwenden weden.
Tipp:
Optimiert wird solch eine Mischung durch Beifügen von so genannten effektiven Mikroorganismen. Erhältlich sind solch zugelassene EM-Produkte in flüssiger Form unter anderem in Bioläden.
Schritt 3 - Vererdung
Im Anschluss wird die Mischung selbstverständlich vererdet: im Garten einen Standort auswählen, der über natürliche Erde verfügt. Auf dieser natürlichen Erdfläche (Erde dort vorab etwas auflockern) wird die frische Mischung gleichmäßig ausgebreitet und dann mit herkömmlicher Gartenerde abgedeckt.
Abschließend die gesamte Fläche mit einer Plastikfolie überspannen (mit Steinen beschweren) und die neue Nährstofferde etwa ein halbes Jahr ruhen lassen (z.B. den Winter über).
Schritt 4 - Verwendung
Nach dieser Ruhephase die neue Erde nochmals mit einem Spaten etwas durchmischen und anschließend in den Gartenbeeten bedarfsgerecht ausbringen.
Quelle: "Gartentipps.com"
Die Sorgenkinder
...was Nadelhölzer so abwerfen - Wie gehen wir damit um??
Kinderspielplatz, grüne Wege und Bänke
Kinderspielplatz
Hinter der Parzelle 10 ist bereits aus der Zeit der Gründung dieser Anlage eine Tanzfläche (betonierte Fläche)
Neben dieser Fläche befinden sich eine Schaukel und eine Wippe, welche mit Unterstützung der Gemeinde im Jahre 2016 renoviert wurden.
Grüne Wege
Besucher dieser Anlage sollen deutlicher erkennen, wo sie sich durch diese Anlage bewegen sollen. Grüne Wege über die Wiesen ist eine Idee. Wir setzen Markierungen und kleine Wegweiser. Grüne Wege sind bei einer Witterung wie im Frühjahr 2018 ein Problem. Wir befinden uns am höchsten Punkt im Umfeld, Wassermangel in Folge ausbleibender Niederschläge sind hier sehr schnell sichtbar.
Bänke
Es gibt hier in den Aussenbereichen Orte, die zum Verweilen einladen. Wir stellen Bänke auf und wir freuen uns auf jeden Besucher.
Eine Bitte an die Besucher - die Gartenanlage auch als Solches zu sehen.